Neue G750 und gesteigerte Performance der Universalmaschinen

GROB hat das Antriebskonzept seiner Universalmaschinen einem Relaunch unterzogen, und ihre Achsen hinsichtlich Dynamik, Beschleunigung und Geschwindigkeit umfassend verbessert. Entstanden ist nicht nur eine neue Generation von Universalmaschinen, sondern durch die Neuentwicklung der G750 auch ein weiterer Meilenstein in der G-Baureihe.

Hannover. Das Universalmaschinengeschäft erreicht bei den GROB-WERKEN in Mindelheim einen immer größeren Stellenwert. Jetzt zeigen die GROB-Ingenieure auf der EMO eine weiter gesteigerte Performance ihrer Universalmaschinen G350 und G550. Die G-Module wurden vom Antriebskonzept in den werkstücktragenden NC-Achsen A und Y komplett überarbeitet. Neben der B-Achse wurde auch die A-Achse mit einem verschleißfreien Torquemotor ausgerüstet und damit die Beschleunigung um den Faktor 2 gesteigert. Der Antrieb der Y-Achse wurde auf zwei symmetrisch zur A-Achsmitte liegende Kugelgewindetriebe aufgeteilt, deren Kraftangriffspunkte deutlich in Richtung TCP (Tool Center Point) verschoben wurden. Damit konnten sowohl die statische als auch die dynamische Steifigkeit der werkstücktragenden Baugruppe der Maschine signifikant gesteigert werden. Ein Vorteil, der bereits im Praxistest durch eine verkürzte Hauptzeit bei einer 5-Achs-Simultanbearbeitung nachgewiesen werden konnte.

Nachdem GROB in den vergangenen Jahren die Universalmaschinen G350 und G550 erfolgreich am Markt platziert haben, war es nur folgerichtig, mit diesem innovativen Maschinenkonzept in noch größere Abmessungen vorzustoßen. Die G750 ist die Abrundung der G-Baureihe nach oben. Sie zeichnet sich durch eine Arbeitsraumgröße von X, Y, Z mit 1.000x1.100x1.170 mm aus, mit der Konsequenz, dass auch große Werkstücke aus dem Formenbau, der Flugzeugindustrie und dem allgemeinen Maschinenbau ideal bearbeitet werden können. Die G750 besitzt, wie alle G-Module im Universalmaschinenbereich, einen großzügig gestalteten freien Zugang zum Arbeitsraum. Ein Palettenwechsler in hydraulikfreier Ausführung kann frontseitig als Option ergänzt werden. Die Maschine gibt es in den Spindelvarianten 340 und 575 Nm (40% ED) bei WZ-Aufnahme HSK-A100. Dabei stehen im Werkzeugspeicher 60 Werkzeuge zur Verfügung, die durch einen Zusatzspeicher auf 212 Werkzeuge erweitert werden können.

Optional bietet GROB auch die Ausführung mit WZ-Aufnahme HSK-A63 an mit 46 und 206 Nm (40% ED) sowie eine Spindel mit 30.000 U/min und 63 Nm. In der Fräs-/Dreh-Version mit HSK-T100 Schnittstelle leistet die Motorspindel 340 Nm und kann für die Drehbearbeitung festgesetzt werden. Das Besondere daran: Durch das Festsetzen wird die Spindellagerung zusätzlich von den Bearbeitungskräften entlastet. Der Drehrundtisch gestattet bei einem Werkstückdrehmesser um 1.280 mm eine max. Drehzahl von 500 U/min. und erzeugt ein Antriebsmoment von maximal 4.050 Nm.

Das Antriebskonzept der werkstücktragenden A, B und Y Achsen entspricht dem der kleineren Maschinen G350 und G550. Die spindelseitig angeordneten Vorschubachsen X und Z sind bei der Maschine G750 in Linearmotortechnik ausgeführt. Diese verschleißfreien Antriebe realisieren eine dauerhaft hohe Positioniergenauigkeit und Regelgüte. Die Steifigkeit des gesamten Maschinenaufbaus wurde mittels FEM-Simulation optimiert, wobei besonders die Führungssysteme und Rundtisch-Lagerungen großzügig dimensioniert sind.

Auf der EMO präsentiert GROB die G750 als Fräs-/Dreh-Maschine sowohl in der Version mit als auch ohne Palettenwechseleinrichtung. Damit zeigt GROB auch bei dieser Baugröße der Universalmaschinenbaureihe die Vorzüge des Maschinenkonzeptes wie den freien Spänefall und den großen Verfahrweg in Z-Richtung für Tieflochbearbeitungen. Die geometrische Genauigkeit der Maschine - auch bei variierenden Tischbeladungen - wird elektronisch durch eine volumetrische Raumkompensation unterstützt.

 

 

Besuch von Frau Grob auf der EMO

 

 

GROB-Kundenabend

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