German Wankmiller im Interview auf der AMB in Stuttgart : GROB-WERKE GmbH & Co. KG
German Wankmiller, Vorsitzender der Geschäftsführung spricht auf der AMB in Stuttgart über die Entwicklung der GROB-WERKE, über die Messe, über neue Technologien im Maschinenbau und über die zu erwartenden Trends in der Automobilindustrie. ...

German Wankmiller, Vorsitzender der Geschäftsführung spricht auf der AMB in Stuttgart über die Entwicklung der GROB-WERKE, über die Messe, über neue Technologien im Maschinenbau und über die zu erwartenden Trends in der Automobilindustrie.

Welche Bedeutung hat für Sie die AMB in Stuttgart und was sind Ihre Erwartungen an die AMB 2016?
German Wankmiller:
Ich bin mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Wir hatten hier auf unserem GROB-Stand bereits ab dem ersten Tag eine sehr erfreuliche Besucherfrequenz. Besonders überrascht hat mich die hohe Zahl an Besuchern aus der Automobilindustrie, wie Volkswagen Wolfsburg, Audi Ingolstadt, Bosch Feuerbach oder auch NEMAK. Sie alle waren schon am ersten Vormittag bei uns auf dem Stand und sorgten so für einen guten Start in die Messe. Das Interesse an unseren Produkten, besonders an der neuen Generation unserer Maschinen ist sehr groß. Auch ist Stuttgart mit seiner zentralen Lage ein extrem guter Standort. Wir haben Besucher aus Niedersachsen, aus der süddeutschen Region sowieso, konnten aber auch Italiener, Schweizer und Österreicher auf unserem Stand begrüßen.

Welche neuen Technologien spielen zukünftig eine wichtige Rolle im Maschinenbau und was hat GROB vor diesem Hintergrund zu bieten?
German Wankmiller:
Generell bekommt man in den Gesprächen mit den Messebesuchern den Eindruck, dass die anstehenden Veränderungen in der Automobilindustrie alle sehr beschäftigt und einige Entscheidungen derzeit verschoben werden, da nicht eindeutig klar ist, wo die Reise hingeht. Zu erwarten ist aber eine ganze Reihe an Innovationen, die das Auto in seiner zukünftigen Ausprägung stark verändern werden. So werden wir bei GROB bereits gefragt, was wir denn in der Elektromobilität zu bieten haben. Ein weiteres wichtiges Thema ist der Leichtbau, also Komponenten in Aluminium, aber auch komplexe Formen, die eine 5-Achs-Bearbeitung benötigen. So müssen wir als Unternehmen im Projektgeschäft auch für die Elektromobilität Maschinen, Automation und Zukauf-Komponenten als Generalunternehmer anbieten und die dafür  notwendige Managementexpertise umsetzen. Und nicht nur das: Auch die Internationalität eines Unternehmens spielt an dieser Stelle eine wichtige Rolle.

In wie weit hat die geänderte Nachfragesituation das GROB-Geschäft verändert?
German Wankmiller:
Im angestammten Systemgeschäft haben wir traditionell immer das komplette Projektgeschäft abgewickelt. So erwarten unsere Kunden auch im neuen Business der Elektromobilität eine besondere GROB-Expertise im Projektgeschäft. Zum zweiten hat die Automobilindustrie große Investitionen vor sich und muss sich sehr gezielt und konkret für Neu-Anlagen entscheiden.  Da die Bandbreite für zukünftige Investitionen sehr groß ist, ist es wichtig, dass bestehende Produktionsanlagen überholt, gewartet und ausgebaut werden können. Nicht nur in Europa, sondern weltweit.

Welche Konsequenzen hat dieser Umdenkungsprozess in der Automobilindustrie für GROB?
German Wankmiller:
Wir können mit dieser Entwicklung, die für uns sehr wichtig ist, die Veränderung in der Nachfrage bei Zerspanungsanlagen kompensieren und uns verstärkt auf das Überholen, Instandhalten und Umbauen von Anlagen einstellen, was natürlich auch Auswirkungen auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter haben wird. Dies bedeutet eine Veränderung des Know-hows in Richtung Inbetriebnahme, NC-Technik und Mechatronik. Das können wir durch spezielle Schulungs- und interne Qualifizierungsmaßnahmen erreichen.

Für wann erwarten Sie eine signifikante Bedeutung der Elektromobilität bei GROB?
German Wankmiller:
Das wird sicherlich bereits Mitte/Ende des kommenden Jahres sein. Schon heute spüren wir einen gewissen Rückgang in der Angebotsnachfrage bei Projekten in der Zerspanung von Komponenten für den Verbrennungsmotor. Wie alle unsere Wettweber wissen wir aber auch, dass die Veränderungen in der Antriebstechnik der Automobilindustrie bereits begonnen haben. Doch ihre Ausprägungen, mit welchen Stückzahlen und in welchen Märkten, lassen sich noch nicht genau vorhersehen.

Wie sehen Sie die Entwicklung im Maschinenbau generell?
German Wankmiller:
Wie in der Vergangenheit wird die Maschinenbaubranche weiterhin sehr stark von der Entwicklung der Automobilindustrie beeinflusst werden. Konsequenter Weise müssen auch wir sehr innovativ sein und mit immer neuen Produkten den Markt von unserem Technologie-Know-how überzeugen. Wir müssen uns den Anforderungen der neuen Antriebstechnologie, dem Leichtbau, aber auch der Digitalisierung stellen. Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen unser Unternehmen weiter erfolgreich zu führen. Dazu bedarf es aber einen hohen Aufwand und viel Engagement, um diese Potenziale der Zukunftsauslegung für uns zu nutzen.

Wie sieht die aktuelle Geschäftsentwicklung bei GROB aus?
German Wankmiller:
Wir haben aktuell einen sehr guten Auftragseingang zu verzeichnen, der für eine Auslastung in der GROB-Gruppe von etwa vierzehn Monaten sorgt.
Die Aufträge setzen sich aus einem sehr guten Mix aus Systemgeschäft, Universalmaschinengeschäft und Montagetechnik zusammen.

Wie wollen Sie dieser Situation gerecht werden?
German Wankmiller:
Durch die große Kapazität der gesamten GROB-Gruppe haben wir die Möglichkeit, Projekte aller Art, auch bei schwierigen Terminkonstellationen zur Zufriedenheit unserer Kunden abzuwickeln

 

 

Pressekontakt:

GROB-WERKE GmbH & Co. KG
Marion Immerz

Tel: +49 (8261) 996-270
Fax: +49 (8261) 996-441
E-Mail: marion.Immerz@grob.de