EMO-Interview: Florian Grob : GROB-WERKE GmbH & Co. KG
Florian Grob konnten wir dieses Jahr zum zweiten Mal auf einer EMO begrüßen. Gerne stellte er sich zum Ende der Messe unseren Fragen.

Florian, es ist Deine zweite EMO. Was ist Dein Eindruck im Vergleich zur EMO 2017?

 

Florian Grob: Die Aussteller präsentieren sich insgesamt etwas kompakter, auch ist meines Wissens das Thema Elektromobilität das erste Mal wirklich im Fokus, zumindest bei einigen Unternehmen. Den GROB-Stand finde ich super modern, nicht nur viele System- und Universalmaschinen, sondern auch die Präsentation der E-Mobilität und der Digitalisierung 4.0. Gut auch, dass unsere access-Maschinen als Eye-Catcher zentral im Vordergrund stehen. 

 

Du konntest Dir zusammen mit Deinem Vater auf der IAA einen Eindruck der aktuellen Fahrzeugentwicklung machen. Was ist Dein Resümee?

 

Ich war schon überrascht, dass alle namhaften deutschen Automobilhersteller, wie Volkswagen, Porsche und Daimler die Elektromobilität in den Mittelpunkt gestellt haben. Ihre Exponate mit Verbrennungsmotoren standen eher im Hintergrund. Der Trend geht offensichtlich immer mehr hin zur E-Mobilität und wird sich meines Erachtens auch auf kurzen Strecken, wie im Stadtbereich und im direkten Umfeld bald durchsetzen. Obgleich ich davon ausgehe, dass E-Mobilität nicht das Ende der Antriebsentwicklung sein wird.

 

Wie siehst Du als junger Mensch die aktuelle Entwicklung in der Automobilindustrie? Glaubst auch Du, dass die Faszination „Automobil“ in Deiner Generation, bei Deinen Altersgenossen immer mehr abnehmen wird?

 

Viele meiner Studienkollegen in München haben keinen Führerschein, da sie in der Stadt kein Auto brauchen. Leider hat sich teilweise die Emotionalität zum Auto in Richtung Umweltsünder entwickelt. Und doch haben auch wir noch eine gewisse Autoverrücktheit im positiven Sinn. Manche meiner Freunde betrachten das Auto als Kunstwerk und haben ihre Freude daran, andere sehen es als Mittel zum Zweck. So wie es eigentlich immer schon war.

 

In den letzten zwei Jahren hattest Du nicht nur Gelegenheit die GROB-Werke in Amerika zu besuchen, sondern hast bereits in Mindelheim über mehrere Monate echte GROB-Luft atmen können. Wie faszinierend ist es für Dich, ein Teil dieser Familie zu sein?

 

Zunächst möchte ich sagen, dass mir eine super nette Aufnahme entgegengebracht worden ist. Gerade vor dem Hintergrund, dass ich doch noch sehr jung bin. Jeder ist freundlich und ich freute mich sehr, dass ich den Kollegen mein Interesse an der Sache vermitteln konnte. So entstanden sehr gute Gespräche durch Fragen, Antworten und auch neue Ideen. Aus diesen Dialogen entwickelte sich automatisch ein super Miteinander, dass mir das Motto meines Großvaters „Gemeinsam sind wir stark“ sehr schnell näher brachte.

 

So wurde ich Teil dieser großen Familie, die mich neugierig machte und ich immer mehr Lust hatte, etwas Neues zu probieren, neue Dinge zu lernen und auch die Menschen mit ihrer spezifischen Biographie zu erleben. Wie sie ins Unternehmen gekommen sind, wie manchmal fast die ganze Familie bei GROB arbeitete. Schnell entstand bei mir eine Begeisterung für und ein Stolz auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter. 

 

Was hat Dich in Deiner aktiven Zeit bei GROB am meisten beeindruckt?

 

Ich fand es wahnsinnig interessant, die technischen Seiten der Maschinen kennenzulernen. Wie jede einzelne Komponente zusammenarbeitet, so genau und so präzise. Beeindruckt hat mich auch die soziale Seite unseres Unternehmens, da ich davon überzeugt bin, dass alles wie in einem großen Getriebe ineinandergreifen muss, damit das Unternehmen funktioniert.

 

Welcher Bereich im Unternehmen hat Dich bisher am meisten fasziniert?

 

Mich haben im Prinzip alle Bereiche interessiert, da für mich Vieles neu war. So hat für mich jeder Bereich seinen eigenen Charme. Interessant fand ich auch die Schnittstellen zwischen den Abteilungen und wie diese funktionieren. 

 

Wie lange wird es noch dauern, bist Du „hauptberuflich“ bei GROB arbeiten wirst?

 

Nächstes Jahr im Sommer werde ich mein duales Studium beginnen und habe damit auch mehr Zeit bei GROB zu arbeiten. Zeit, die ich weiter nutzen möchte, mich mit unserem Unternehmen vertraut zu machen. Für mich ein neuer Zeitabschnitt, auf den ich mich schon sehr freue.